CURAVIVA Baselland - EXTRANET - EXTRANET Start & News - Zweites Paket von Massnahmen zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen
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24.11.2020

Zweites Paket von Massnahmen zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen

CURAVIVA Schweiz begrüsst das Vorhaben grundsätzlich, formuliert indessen konstruktive Inputs zur Vermeidung von Ineffizienz und Ineffektivität.

Der Bundesrat will das Kostenwachstum im Gesundheitswesen bremsen und hat zu diesem Zweck im Sommer ein weiteres Massnahmenpaket in die Vernehmlassung geschickt. CURAVIVA Schweiz stellt fest, dass der Revisionsentwurf insgesamt sehr technisch ausfällt und Ansätze zu einer dringend notwendigen Priorisierung im Gesundheitswesen vermissen lässt.

Daher hat CURAVIVA Schweiz mehrere Inputs formuliert: 

  • Die Beschränkung auf die Erbringung von ambulanten Leistungen entspricht nicht der Entwicklung, dass ambulante und stationäre Pflegeleistungen immer häufiger aus einer Hand angeboten werden. Deshalb sollte die Koordination und Erbringung von stationären Pflegeleistungen optional ins Netzwerk integriert werden können.
  • Bei der Einführung von Erstberatungsstellen für gesundheitliche Fragen müssen in der stationären Langzeitpflege Heimärzte und -ärztinnen die Rolle von Erstberatungsstellen übernehmen können. So würden sich etwa Risiken und Kosten im Bereich der Medikation und der Aufwand zur Koordination senken lassen.
  • Bei der Einführung von Zielvorgaben für die Kostenentwicklung in der OKP darf es nicht um eine lineare Kürzung sämtlicher medizinischer und pflegerischer Leistungen gehen, vielmehr sollen die Vorgaben spezifisch auch dort greifen, wo Einsparungen sinnvoll und nötig sind. Dies ohne Qualitätseinbussen. 
  • Die bereits geplante eidgenössische Qualitätskommission muss sowohl für Qualität als auch für Effizienz, Effektivität und Kostendämpfung zuständig sein.
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