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07.09.2018

MiGeL: tarifsuisse und Sympany wollen Geld zurück

MiGeL (Liste der Mittel und Gegenstände, welche für die Erbringung von Pflegeleistungen notwendig sind) bleibt ein schwieriges Thema. Die Krankenkassen bezahlen die Mittel und Gegenstände seit Januar 2018 nicht mehr, wenn sie vom Pflegepersonal angewandt werden. Die tarifsuisse ag und die Sympany gehen aber noch weiter: Sie wollen Rückforderungen für zwischen 2013 (2015?) und 2017 vergütetes Pflegematerial gerichtlich gegen die
Pflegeheime durchsetzen. An den Empfehlungen von CURAVIVA Schweiz und CURAVIVA Baselland zum Vorgehen ändert sich vorläufig jedoch nichts.

17 Krankenversicherer, die zum Verband tarifsuisse AG gehören, haben im Kanton Zug Klage gegen Alterszentren und Pflegeheime eingereicht. Sie fordern die Rückerstattung der von 2013 - 2017 bezahlten Kosten für Produkte der MiGeL. Im Kanton Basel-Stadt hat die Sympany gegen 29 Basler Heime Klage beim Schiedsgericht für Sozialversicherungsangelegenheiten eingereicht.

Die Versicherer halten sich dabei weder an die Empfehlung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) noch folgen sie der Praxis anderer Versicherer, die auf diese unsinnigen und administrativ aufwändigen Rückforderungen verzichten. Führend bei einer einvernehmlichen Lösung waren die Versicherer der Curafutura (Helsana, Sanitas, KPT und CSS).

CURAVIVA Schweiz hat sich bisher vergeblich um ein konstruktives Gespräch mit der tarifsuisse ag bemüht. tarifsuisse und Sympany scheinen entschlossen, über Musterprozesse eine gerichtliche Klärung zu erzwingen.

Für Alterszentren und Pflegeheime bedeutet dies voraussichtlich, dass das Thema Rückforderung von MiGeL-Kosten auf einige Jahre hinaus inhaltlich und buchhalterisch nicht abgeschlossen werden kann. An den Empfehlungen von CURAVIVA Schweiz und CURAVIVA Baselland zum Vorgehen bei entsprechenden Forderungen und Rechnungsstellungen an die Heime ändert sich vorläufig nichts: Auf keinen Fall sollten die Heime auf die Forderungen eingehen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter
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